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AKTUELLES



Anlässlich des Berliner Präventionstages 2004 wurde unserer Mitfrau Dr. Helga Moericke ein Ehrenpreis verliehen.


Wir begründeten unsren Vorschlag wie folgt:


Frau Dr. Helga Moericke, Frauenvertreterin im Bezirk Reinickendorf


Die Gesellschaft im Wandel ist eine Herausforderung zur Neugestaltung von Erziehungsprozessen - zunehmende Individualisierung und brüchig gewordene Perspektiven für die Lebensplanung von Jugendlichen erfordern hier Veränderungen, die auch Gewaltprävention zu einer wichtigen Aufgabe im Schulalltag machen. Dies frühzeitig erkannt und in die schulische Arbeit aufgenommen zu haben ist ein wesentliches Verdienst der Reinickendorfer Frauenvertreterin, Frau Dr. Helga Moericke. Das von ihr entwickelte Berliner Konzept des Sozialen Lernens für Mädchen und Jungen ist in seinen Grundlagen der Gewaltprävention verpflichtet. Ziel des Sozialen Lernens ist es, Schülerinnen und Schüler zu einem friedlichen, demokratischen Miteinander zu befähigen.


Soziale Lernprozesse können nicht nur im alltäglichen Lernzusammenhang initiiert werden, sondern benötigen auch gesonderte unterrichtsfreie Räume, um ein gezieltes Üben zu ermöglichen und den friedlichen, demokratischen Umgang miteinander immer wieder zu trainieren. In solchen nur dem Sozialen Lernen vorbehaltenen Stunden haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihr Verhalten zu reflektieren, gemeinsam Korrekturen zu erarbeiten und andere Verhaltensweisen zu erproben – sie erweitern so frühzeitig und langfristig ihre Selbst- und ihre Sozialkompetenz.


Im Rahmen dieser praktischen Arbeit hat der Gender-Aspekt einen großen Stellenwert. “Soziales Lernen” wird an den Schulen, wenn möglich, in Mädchen- und Jungenstunden durchgeführt, also in geschlechtshomogenen Gruppen. In den Mädchengruppen werden andere Konflikte thematisiert und zur Lösung andere Verhaltensweisen entwickelt und eingeübt als in den Jungengruppen. So trainieren Mädchen eher ihre Fähigkeiten zur Selbstbehauptung und Abgrenzung, Jungen mehr ihre Fähigkeiten zur Kommunikation und Kooperation.


Seit einer Reihe von Jahren hat Frau Dr. Moericke Module erarbeitet und evaluiert, die in der Sekundarstufe I im und parallel zum Unterricht eingesetzt werden können. Sie hat durch engagierte Überzeugungsarbeit bei Schulleitungen und in Gesamtkonferenzen durchgesetzt, dass an vielen Reinickendorfer Schulen Zeit bereitgestellt wird, um die für eine konstruktive Konfliktbearbeitung notwendigen Haltungen und Techniken zu erwerben und einzuüben.


Nach dem von ihr entwickelten Konzept organisiert und gestaltet Frau Dr. Moericke außerdem Fortbildungen, Seminare und Studientage für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher. Als Moderatorin entwickelt sie neue kreative Übungen und erweitert so das bestehende Repertoire im Bereich des sozialen Lernens und der Gewaltprävention. Auf diesem Weg regt sie immer wieder Kolleginnen und Kollegen zur Mitarbeit an und fördert die Sensibilisierung für das Soziale Lernen. So konnte das Berliner Konzept des Sozialen Lernens für Mädchen und Jungen seit mehreren Jahren mit großem Erfolg an anderen Berliner Schulen außerhalb des Bezirks Reinickendorf weiterverbreitet werden.



Wir begründen unseren Vorschlag vor allem mit Frau Dr. Moerickes langjährigem und außergewöhnlichem Engagement im Bereich der Gewaltprävention und des sozialen Lernens in der Sekundarstufe I.




Anlagen



Wir verweisen auch auf den Workshop auf dem 3. Präventionstag: